Neubau des Wichtelbrunnenbades

ErsatzNeubau des Wichtelbrunnen-bades

Wir Sozialdemokraten können uns Niestetal ohne ein Hallenbad nicht vorstellen.

Ein Thema, welches uns als SPD Niestetal bereits viele Jahre beschäftigt, ist die Bäderwelt in Niestetal. Von Klein bis Groß, von Jung bis Alt – wer kennt es nicht: das Wichtelbrunnenbad? In Niestetal gibt es seit 1973 ein Hallenbad und so soll es nach dem Willen der SPD auch bleiben! Das Wichtelbrunnenbad ist seit vielen Jahrzehnten ein wichtiger Baustein der Niestetaler Infrastruktur. Hier haben mehrere Generationen das Schwimmen gelernt. Allerdings droht schon seit längerem die technische Stilllegung des Bades an der Hugo-Preuß-Straße. Nun warten alle Wasserbegeisterten in und um Niestetal gespannt auf den lang ersehnten Ersatzneubau, der zwischen Autobahnbrücke und dem Gebäude der Feherwehr entstehen soll.

Nun aber von Anfang an:

1971 beschloss die Gemeindevertretung der Gemeinde Sandershausen den Bau eines Hallenbades in der Nähe des damaligen Freibades. Nach einjähriger Bauzeit wurde das neue Hallenbad am 26. Oktober 1973 eingeweiht. Es war das fünfte im Landkreis Kassel. Bürgermeister Hofmann berichtete, dass die veranschlagten Baukosten von 2,2 Mio. DM nicht überschritten wurden.

Im August 1980 wurde die Beheizungsanlage von einer Öl- auf eine Erdgas-Feuerungsanlage umgestellt. 1993 war es Zeit für eine Modernisierung. In gleichem Zuge entschied man sich für eine Erweiterung des Hallenbades. So wurden ein weiteres Schwimmbecken, der Kleinkindbereich und Räume für eine Gastronomie angebaut. Ein Großteil der Technik wurde erneuert. Am 20. August 1994 konnte das modernisierte Hallenbad schließlich wiedereröffnen. Der Umbau kostete rund 2,8 Mio. DM.

Doch auch das teilerneuerte Bad kam zwischenzeitlich in die Jahre. Reparaturarbeiten häuften sich. Tatsache ist: Die Bausubstanz von Hallenbädern ist aufgrund der besonderen Beanspruchung nicht länger als 20-30 Jahre haltbar.

Ein Kostenvergleich zwischen einer umfassenden Sanierung am bisherigen Standort oder einem Neubau nach neuesten, energetischen Standards an anderer verkehrstechnisch besserer Stelle, führte zu dem Ergebnis, dass ein Neubau die wirtschaftlichere Alternative ist. So entschied sich die Gemeindevertretung im Jahr 2010 für einen Neubau. Als neuer Standort wurde die Fläche an der Heiligenröder Straße festgelegt.

2011 wurde eine Badkommission gebildet und ein Architektenwettbewerb gestartet. Dabei entschied sich die Kommission für einen spektakulären Entwurf. Doch im Laufe der Planungsphase stiegen die Kosten immens an, sodass das Projekt im Jahr 2013 gestoppt werden musste.

Doch ein Ende einer Bäderlandschaft sollte es nicht geben. Daher initiierten wir als SPD Niestetal in 2015 gemeinsam mit der DLRG ein Bürgerbegehren. Das Interesse war groß, was uns zeigte, dass der Bürgerentscheid genau das richtige Instrument war, um die Bürgerinnen und Bürger an dieser wichtigen Entscheidung zu beteiligen.

Nach der Einweihung
Modernisierung/Erweiterung
Wichtelbrunnenbad heute

Bürgerentscheid
am 08.11.2015

Bürgerentscheid
am 08.11.2015
(Ergebnis)

“Sind Sie dafür, dass in Niestetal ein neues Hallenbad gebaut wird?”

0
Ja-Stimmen von 3 675 gültigen Stimmen

Damit stimmten 81,2 Prozent der Wählerinnen und Wähler für den Neubau eines Hallenbades.

Seit 2016 wird nun neu geplant. Die Betriebskommission der Gemeindewerke Niestetal ist mit einigen Aufgaben versorgt worden, Zuschüsse von Bund und Land wurden zugesagt. Die Planungsarbeiten sind nahezu abgeschlossen. Das Bauschild ist aufgestellt und die ersten Ausschreibungen laufen.

Hallenbad Planung 2020
Entwurf Ersatzneubau Wichtelbrunnenbad (Fotos: Gemeinde Niestetal und Wilhelm Hammermüller)