Naturschutz

Gartenwettbewerb

Niestetals wertvollster Quadratmeter

Bereits im August 2019 fand eine Auftaktveranstaltung in Zusammenarbeit mit dem NABU statt. Im Mittelpunkt standen dabei das Sensibilisieren für die unmittelbare Umwelt sowie ein aktives  Entgegentreten gegen das Artensterben in der Natur – auch und gerade im eigenen Wohnumfeld. Wir als SPD-Ortsverein möchten in Kürze den bereits erwarteten Gartenwettbewerb starten, denn es dauert nicht mehr lange bis wir die ökologisch wertvollsten Gärten ausfindig machen können.

150 Euro für den 1. Platz

Der Ortsverein prämiert den 1. Platz mit 150 Euro, den 2. Platz mit 100 Euro und der dritte Platz wird mit 50 Euro belohnt. Gemeinsam möchten wir mit allen Niestetaler Bürgerinnen und Bürgern für Kleinstlebewesen wieder Raum zum Leben schaffen. Der eigene Garten kann mit kleinem Aufwand für die Tierwelt aufgewertet werden. Bereits Trockenmauern, z.B. eine Kräuterspirale, mit ausreichend Zwischenräumen, können von nützlichen Insekten, Reptilien und Amphibien besiedelt werden. Die Bereitstellung von Vogeltränken und Vogelnistkästen sowie geeigneter Nahrung verbessert die Chancen der heimischen Vogelwelt. Nistkästen, die anstelle von 3,5 cm großen Einfluglöchern einen Einflugdurchmesser von nur 2,7 cm aufweisen, helfen außerdem dem stark dezimierten Blaumeisenbestand eine Chance zu geben.

Ein wenig Mut zur Unordnung, der Verzicht auf Gifte und übermäßige Düngung und die Pflanzung bzw. das stellenweise Aufwachsen lassen heimischer Pflanzen wie Heide, Schlehe, Brombeere, Schafgarbe, Löwenzahn und Küchenkräutern helfen dabei, die Lebensbedingungen für Insekten und Vögel zu garantieren. Auch das Anlegen von Rasenteilflächen, auf denen der Wuchs von heimischen Kräutern und Wildblumen erlaubt ist, kann den Lebensraum der Insekten verbessern. Schließlich erblüht die Wiese jedes Jahr von neuem. Wichtig ist insbesondere die Auflockerung im Frühjahr, das sog. Vertikutieren sowie eine sparsame Aussaat bzw. Anpflanzung von geeigneten Blühpflanzen. Mit entsprechender Geduld garantiert aber auch das Wachsen lassen von Wiesen(un)kräutern ebenfalls eine ausreichende Nahrungsgrundlage für die Insekten.

Hinweis:

Aufgrund der aktuellen Situation haben wir den Gartenwettbewerb verschoben. Sobald die Abstandsregelungen es zulassen, werden wir die Aktion wieder bewerben. Wir bitten um Verständnis.

Schottergärten

machen Sie Kiesbeete für Insekten Interessant

Großflächig angelegte Kies- oder Schotterbeete gespickt mit einigen wenigen Buxbaumsolitären: Schottergärten erfreuen sich insbesondere in Neubaugebieten immer größerer Beliebtheit. Jeder Grundstückseigentümer mag hierfür seinen Grund haben. Hierbei wird oftmals der geringe Pflegeaufwand genannt. Sicherlich mag ein Schottervorgarten zunächst weniger zeitaufwendig sein als ein Pflanzbeet. Der Pflegeaufwand von Kiesbeeten sind jedoch oftmals nicht zu unterschätzen. So sammelt sich etwa Laub zwischen den Steinen und muss von Zeit zu Zeit aufwendig entfernt werden. Auch Grünbelag macht Steingärten insbesondere in Schattenlage mit der Zeit unansehnlich. Unkrautsamen, die mit dem Wind weitergetragen werden, machen auch vor Schottergärten keinen Halt.

Dabei können Steingärten durchaus schön anzusehen sein und für die Tierwelt einen Mehrwert bringen, wenn man nur wenige Dinge beachtet. Verzichten Sie auf einfachen Zierkies gleicher Körnung und wählen stattdessen unterschiedlich große Steine, zwischen denen sich Kleintiere wohl fühen. Anstatt einzelner Buchbäumchen oder Gräser, setzen Sie großzügig etwa Polsterpflanzen, Kräuter oder Ziergehölze in das Beet. Diese blühen in der Regel und sind daher ein Magnet für allerlei Insekten. Damit leisten Sie einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität.